Warum wachsen manche Kinder später?

Warum wachsen manche Kinder später?

Mal ehrlich: Nicht jedes Kind wächst zur gleichen Zeit gleich schnell.
Manche schießen mit 12 plötzlich in die Höhe – andere hängen noch mit 14 in der „Mini-Version“ rum und holen erst später auf.

Klingt ungerecht? Ist es nicht.
Denn spätes Wachsen hat oft ganz normale Gründe.

1. Genetik – die unsichtbare Uhr
Dein Körper hat eine eingebaute „Wachstumsuhr“. Bei manchen läuft sie einfach später los.
➡ Wenn Mama oder Papa auch Spätzünder waren, ist die Chance groß, dass es bei dir ähnlich ist.
Tipp aus dem Buch „Child Growth and Development“ (Smith, 2018):

„Die familiäre Wachstumskurve ist oft der beste Indikator für den individuellen Zeitplan.“

2. Hormone – der Motor im Hintergrund
Ohne Wachstumshormone läuft nix.
Das Problem: Der „Motor“ springt bei manchen Kindern eben später an.
💡 Fun Fact: Laut einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie setzt die Pubertät bei Jungen oft 1–2 Jahre später ein als bei Mädchen – und damit auch der Wachstumsschub.

3. Ernährung – der unterschätzte Faktor
Viele Eltern denken: „Mein Kind isst genug.“
Aber was es isst, ist entscheidend.

  • Eiweiß für Muskeln & Knochen
  • Kalzium & Vitamin D für Knochenstärke
  • Zink für Hormonbalance
    📌 Ein Tipp aus dem Buch „Nutrition and Growth in Children“ (Benson, 2020):

„Selbst kleine Defizite können das Einsetzen des Wachstums um Monate bis Jahre verzögern.“

4. Stress & Schlaf – das stille Brems­pedal
Kinder mit zu wenig Schlaf oder Dauerstress wachsen oft langsamer.
Warum? Weil der Körper nachts im Tiefschlaf das meiste Wachstumshormon ausschüttet.

  • 9–11 Stunden Schlaf sind Pflicht
  • Handy und TV mindestens 1 Stunde vor dem Schlaf aus
  • Mehr draußen spielen statt stundenlang drinnen sitzen

5. Spätzünder sind oft Spätblüher
Psychologisch gesehen sind späte Wachser oft robuster.
Sie lernen früh Geduld, und wenn der Wachstumsschub kommt, ist er oft heftiger.
Beispiel: Ein Junge, der mit 15 noch 1,55 m war, wuchs in 2 Jahren auf 1,80 m – einfach, weil sein Körper später „Vollgas“ gab.

Kurz gesagt:
Spätes Wachsen ist meistens kein Problem, sondern nur ein anderer Zeitplan.
Achte auf:

  • Gute Ernährung
  • Genug Schlaf
  • Weniger Stress
  • Regelmäßige Bewegung
    Und wenn du unsicher bist → einmal beim Kinderarzt checken lassen.

Quellen & weitere Infos:

  1. Smith, L. (2018). Child Growth and Development. HarperCollins.
  2. Benson, A. (2020). Nutrition and Growth in Children. Routledge.
  3. Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie – Pubertätsentwicklung.
  4. WHO – Growth reference data for children and adolescents.
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